Blasrohr schießen und bauen

Vorwort: Ich verwende Sowohl Blasrohr als auch Zwille ausschließlich zu sportlichen Zwecken. Ich distanziere mich ausdrücklich von denen, die damit aus Spaß auf die Kleintierjagd gehen.

Nach langem Zwillenschießen, wollte ich mal etwas anderes ausprobieren.

Bogenschießen wäre interessant, wird aber doch schnell kopmplex und teuer. Außerdem sollte es etwas sein, dass man überall betreiben kann. Da ist ein Bogen leider etwas zu sperrig.

Ich weiß, man sollte Blasrohre auf garkeinen Fall angelehnt lagern. Für das Foto habe ich es trotzdem gemacht 🙂

Da bietet sich das Blasrohr geradezu perfekt an.
Ein fertiges Kaliber 40 (10,5mm Innendurchmesser) gibt es für ca. 10€ inkl. Stahlnadeldarts.

Schon die ersten Schüsse haben ein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert und machen Lust auf mehr. Hier kommt mir vielleicht auch die Erfahrung mit der Zwille zu gute. Da ich schon ein gewisses Körpergefühl für Haltung und Körperspannung habe, kann ich mich rein auf auf das Zielen und die Atemtechnik konzentrieren.

6 Schuss auf 7 meter, ein Ausreißer und bei dem bin ich mir noch nicht mal sicher ob nicht vielleicht der Dart schuld ist 🙂

Angefangen habe ich mit einem 30 Zoll (ca. 75cm) Blasrohr von NXG im Kaliber .40 (10,5 mm). Nach kurzer Recherche im Internet fand ich heraus, dass es da noch viel mehr zu entdecken gibt. Größere Kaliber und eine noch junge aber schnell wachsende Gemeinde in Richtung Turniersport in Deutschland versprechen einen langzeitspaß im Vereinsformat.

Neben den fertigen Blasrohren gibt es aber auch die Möglichkeit sich selbst ein Blasrohr und die passenden Darts zu bauen. Was man dazu braucht ist ein gerades stück rohr, das innen glatt ist.

Ich habe für meinen ersten Eigenbau ein Aluminumrohr gewählt mit 1200 mm Länge, Innendurchmesser 16mm und 2 mm Wandstärke.

Einen Mündungsschutz aus einem 30mm Buchen Rundstab. Mit diesem Bin ich aber noch nicht ganz zufrieden, da er mir beim durchbohren gerissen ist. Da muss ich nochmal ran. Aber fürs erste soll mir dieser Schutz genügen. Hier mache ich noch eine Multiplexversion, wie beim Mundstück, siehe weiter unten.

Als Mundstück habe ich mir aus Birkenmultipex 4 Kekse gefräst und diese miteinander verleimt.

Anschließend das ganze mithilfe eines Gewindestabs in die Ständerbohrmaschiene eingespannt und mit Raspel und Feile grob in Form gebracht.

Dann das ganze mit 80er und anschließend 120er Schleifpapier schön glatt geschliffen. Dann kommt der etwas heiklere Part. Das durchbohren mit dem Forsterbohrer. Auf der Mundseite habe ich mit einem 28 mm Bohrer den ersten Keks komplett durchgebohrt und den nächsten nur leicht, damit noch genug Wandstärke übrig bleibt.

Maschinenbauer hassen diesen Trick. Meine Standbohrmaschine ist schon alt und ausgelutscht. Macht dies bitte nicht mit einer neuen und teuren Maschine, das Bohrfutter und die Motorwelle wird es euch danken.

Auf der Rohrseite habe ich das ganze dann noch mit einem 20mm Bohrer wiederholt und dann komplett durchgebohrt.

Ein erster Passformtest zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat. Das Mundstück passt fast perfekt auf das Rohr. Mit einer Lage Isolierband auf dem Rohr hält das Mundstück bombenfest.

beim Durchbohren bin ich leicht aus der Mitte geraten, funktioniert aber trotzdem prima.

Das ganze wird noch geölt, mit einem kurzen zwischenschliff nochmal geglättet und als finish wird das ganze dann gewachst und poliert.

Mein erster Versuch freihand (ohne Wickelhilfe) Folienkonen zu wickeln. Fliegt okay, aber nicht perfekt.

An den Darts arbeite ich noch. Da es hier sehr viele Möglichkeiten zur Herstellung gibt, suche ich noch die für mich passenden. Als erster Test werden es aber wohl erstmal Foliendarts mit Bambusschaft werden.

2 thoughts on “Blasrohr schießen und bauen”

  1. Hallo Bashtel.

    Mach den Mündungsschutz aus Metall (Alu, Kupfer oder ähnliches). Hält einfach besser und ist nicht so empfindlich wie Holz.

    Gruß, Karl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.